Konzept in Kürze ...
Eltern und ErzieherInnen Hand in Hand
Das seit 1993 in Bayern bestehende "Netz für Kinder" stellt eine weitere Möglichkeit der Kinderbetreuung in Bayern dar.
Charakteristisch für Einrichtungen dieser Art sind folgende Punkte:

Altersmischung: 2-12 Jahre ...
- schafft familienähnliche Verhältnisse
- ermöglicht Einzelkindern den intensiven Kontakt zu Kindern anderer Altersstufen
- erleichtert es Geschwisterkindern mehrere Jahre zusammen in eine Gruppe zu gehen
- fördert soziales Lernen:
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- ältere Kinder üben sich in Verantwortung und Rücksichtnahme den Jüngeren gegenüber;
- die jüngeren Kinder lernen sich gegen die Älteren durchzusetzen
Schulkinder
Unsere Schulkinder können sich nach der Schule im Garten des Kinderhauses austoben. Dort werden sie schon mit bewundernden Augen der Kindergartenkinder empfangen.
Die Kinder bekommen zwischen 13:00 – 13:30 Uhr ein warmes Mittagessen, welches von unseren Eltern zubereitet wird.
Nach dem Essen werden Hausaufgaben erledigt. In dieser Zeit steht den Kindern immer eine Erzieherin zur Seite. Hier können bei Bedarf Montessorimaterialien unterstützend eingesetzt werden.
Unsere Schulkinder haben ihre eigenen Projekte. Ihnen steht ein ihrem Alter entsprechendes Angebot zur Verfügung, so müssen sie sich nicht mit "Babykram" begnügen.
Von 15:00 – 17:00 Uhr kommen die Gruppen wieder zusammen und es entsteht eine Altersmischung von Kindergartenkindern und Schulkindern, was einer familienähnlichen Situation entspricht. So profitieren sowohl ältere als auch jüngere Kinder von den jeweiligen Stärken und Fähigkeiten der anderen. Die Kinder lernen anderen zu helfen und sich helfen zu lassen.
Kleine Gruppengrößen ...
... ermöglichen den BetreuerInnen auf das einzelne Kind intensiv einzugehen
Konfessionsloses Kinderhaus
Unser Kinderhaus ist ein Haus für alle!
Deshalb stehen nicht religiöse Rituale im Vordergrund, sondern ethische Werte wie Teilen, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Verantwortung für die Umwelt. Dies versuchen wir zu vermitteln.
Christliche Feste haben ihren festen Platz im Kinderhaus, daneben lernen die Kinder aber auch andere Kulturen kennen. Was viele vielleicht nicht wissen: Maria Montessori war gläubige Christin.
Elternmitarbeit
Betreuung durch pädagogische Fachkraft und Eltern:
- Fachkräfte arbeiten im engem Kontakt mit den Eltern, was das Verständnis für das Kind entscheidend verbessert und die Erziehung unterstützt, da die Familienverhältnisse bekannt sind.
- Eltern lernen ihr Kind in ganz neuen Situationen kennen.
- Ebenso profitieren sie von den pädagogischen Fachkenntnissen der ErzieherInnen und können sich selbst einbringen
- Die Kinder lernen sich schnell auf unterschiedliche Bezugspersonen einzustellen.
Die Elternmitarbeit im Kinderhaus Mühlenkinder ist durch die Finanzierungsform "Netz für Kinder" vom bayrischen Staat vorgeschrieben. Die Eltern der im Kinderhaus angemeldeten Kinder müssen einige Stunden pro Monat "Elterndienst" während der Öffnungszeiten leisten. Sie sind neben der hauptamtlichen Erzieherin die zweite Aufsicht, Ansprechpartner und Spielkamerad für die Kinder. Sie bekommen dafür eine kleine Aufwandsentschädigung, die wiederum vom bayrischen Staat mitgetragen wird.
Diese Elternmitarbeit hat wie alle Dinge zwei Seiten, jedoch ist die Resonanz bei den Eltern durchweg positiv und es tragen alle dazu bei, im Kinderhaus eine häusliche Atmosphäre zu schaffen.
An so genannten "Eltern-Team-Abenden" werden häufig wiederkehrende Situationen und Problemfälle mit den Erzieherinnen gemeinsam besprochen.
Die Eltern werden also mit dem pädagogischen Auftrag nicht allein gelassen, sondern sehr gut betreut.
Häufige Umfragen zeigen, dass die meisten Eltern gerne zum "Dienst" kommen und sich gut in die neue Situation einfinden. Auch für die Kinder bedeutet die Mitarbeit der Eltern eine positive Erfahrung. Alle befragten Familien bejahten die Frage, ob sich ihr Kind freut, wenn sie Dienst machen.
"Machst Du heute Dienst?"
Diese hoffnungsvollen Worte empfangen alle Mamas (und manchmal auch Papas), die ihren "Dienst" (so wird der Elterndienst kurz genannt) in einer der beiden Gruppen im Kinderhaus antreten. Man sagt kaum "Ja", da ist man schon mittendrin. Fragen wie: "Kannst Du mir mal den Knoten aufmachen?" oder "Spielst Du mit mir?" folgen prompt.
Man spielt, man lacht, man turnt.
Und geht es auch oft ein bisschen rund,
- die Erzieherin ist ja noch da, im Hintergrund.
Nein, natürlich hat sie die Hauptlast zu tragen,
aber man kann sie immer fragen!
Gegen elf wird dann der Tisch gedeckt,
im Morgenkreis ein neues Spiel entdeckt,
anschließend gemampft, getrunken, Leberwurst und
Frischkäse genossen.
- Hat heute schon jemand die Blumen gegossen?
Auch solche Arbeiten übernehmen wir,
die Gemeinschaft der Eltern im Kinderhaus hier.
Dann geht es aber erst mal 'raus, und auch der allerkleinsten Maus, der zieht man diese Schuhe aus,
die andren wieder an - und Du bist dran!
Spaß beiseite - die Kinder gewöhnen sich schnell an die neuen Eltern, sie sind es ja gewohnt, dass jeden Tag eine andere Mama auf sie aufpasst. Außerdem ist die Erzieherin als feste Bezugsperson ja immer da.
Es macht Spaß, das eigene Kind in der Gruppe zu seh’n,
wie die manchmal spielen können - wunderschön!
Abschließend kann man noch eines sagen:
Es ist gut, seinen Teil hier beizutragen!
